Heiße Nächte, unruhiger Schlaf – was Babys und Kleinkinder jetzt brauchen

Kaum steigen die Temperaturen, verändert sich bei vielen Familien plötzlich der Schlaf. Das Einschlafen dauert länger, die Nächte werden unruhiger und morgens beginnt der Tag oft früher als sonst. Viele Eltern fragen sich dann: Ist das ein Schub? Hat sich eine schlechte Gewohnheit eingeschlichen? Die gute Nachricht: Meist ist weder das eine noch das andere der Fall. Oft ist einfach die Hitze der Grund. Denn Sommerhitze ist für Babys und Kleinkinder eine deutlich größere Herausforderung als für uns Erwachsene. Ihr Körper kann Wärme noch nicht so gut regulieren und braucht viel mehr Energie, um nicht zu überhitzen. Das macht sich häufig zuerst beim Schlaf bemerkbar.

Warum Hitze für kleine Kinder so anstrengend ist

Sommerhitze ist für Babys und Kleinkinder eine deutlich größere Herausforderung, als für uns Erwachsene. Ihr Körper kann Wärme noch nicht so gut regulieren und sich deshalb schlechter selbst abkühlen.

Damit wir gut schlafen können, muss unsere Körpertemperatur aber leicht absinken. Bei Babys und Kleinkindern funktioniert dieser Mechanismus noch nicht so zuverlässig. Was für uns eine warme Sommernacht ist, bedeutet für ihren Körper deshalb oft echte Schwerstarbeit.

Was Hitze mit dem Schlaf macht

An heißen Tagen schlafen viele Kinder schlechter ein, wachen häufiger auf oder sind morgens früher wach. Manche wirken gereizter, weinen mehr oder suchen besonders viel Nähe. Andere schlafen wiederum mehr als sonst, weil ihr Körper zusätzliche Erholung braucht.

Das alles sind keine Rückschritte und auch kein Zeichen dafür, dass ihr etwas falsch macht. Der Körper eures Kindes reagiert auf die Hitze genau so, wie er soll.

Was wirklich hilft

Das Wichtigste ist das Schlafzimmer möglichst kühl zu halten: morgens früh und spät abends lüften, tagsüber Fenster und Rollläden schließen. Ein Ventilator kann die Luft bewegen, sollte aber nie direkt auf das Baby gerichtet sein.

Vor dem Schlafengehen kann ein lauwarmes Bad oder das kühle Abwaschen von Beinen und Füßchen angenehm sein. Ein einfacher Tipp: Legt eine mit kaltem Wasser gefüllte Wärmflasche etwa 20 Minuten vor dem Schlafengehen ins Bett und nehmt sie anschließend wieder heraus. So wird die Matratze angenehm kühl.

Auch bei der Kleidung gilt: Weniger ist oft mehr. In sehr warmen Nächten reicht häufig eine Windel oder ein dünner Body. Ob eurem Kind zu warm ist, erkennt ihr am besten am Nacken: er sollte warm, aber nicht heiß oder verschwitzt sein.

Und nicht vergessen: An heißen Tagen brauchen Kinder mehr Flüssigkeit. Gestillte Babys möchten oft häufiger an die Brust, Kleinkindern könnt ihr regelmäßig Wasser anbieten – am besten schon, bevor sie Durst äußern.

Was ihr euch erlauben dürft

Wenn euer Kind bei Hitze später einschläft, häufiger aufwacht oder mehr Nähe braucht, ist das überhaupt nicht schlimm.

Begleitet euer Kind mit Gelassenheit und Nähe durch diese heißen Tage. Oft braucht es gar nicht mehr. Mit den ersten kühleren Nächten findet auch der Schlaf meist ganz von allein wieder in seinen gewohnten Rhythmus zurück.

Unser Impuls für dich

Was in heißen Nächten helfen kann:

1

Sanft abkühlen: lauwarmes Wasser über die Arme oder Beinchen oder ein angenehm kühles Bett helfen oft besser als eine eiskalte Abkühlung.

2

Weniger ist mehr: Leichte Kleidung und ausreichend Flüssigkeit unterstützen den Körper des Kindes dabei, mit der Hitze umzugehen.

3

Gelassen durch heiße Nächte: Deinem Kind hilft vor allem eine gelassene und liebevolle Begleitung. Deshalb schaut auch immer auf euch, was ihr selbst braucht, um heiße Tage gut zu überstehen.

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